Stettiner Haff
Das Stettiner oder Kleine Haff liegt im Nord Osten von Mecklenburg Vorpommern und ist ein Grenzgewässer zu Polen. Die Gesamtgröße beträgt ca. 900 km² und ist in zwei Gewässerabschnitte unterteilt. Einmal in das rund ca. 730 km² große Oder Haff auf der polnischen Seite, sowie das etwas ca. 170 km² Kleine Haff, auch Stettiner Haff genannt, auf der deutsche Seite.
Für uns Angler ist das Stettiner Haff von Bedeutung. Das Stettiner Haff hat eine durchschnittliche Wassertiefe von 3 m, wobei das Haff auf unserer Seite nur durchschnittlich 1,5m tief ist. Die tieferen und auch meist die interessanteren kiesigen und steinigen Stellen befinden sich auf der Nordseite vom Stettiner Haff, ca. 8 Seemeilen von Ueckermünde entfernt. Hier erreichen wir Wassertiefen von 4 m und mehr.
Das Haff hat einen sehr guten Bestand an große Zander, Barsche und Rapfen. Der Weißfischbestand ist enorm, riesige Brassen oder Rotaugen von einigen Kilogramm sind nichts außergewöhnliches. Durch dieses riesige Weißfischvorkommen, findet der Hecht immer bessere Freß und Lebensbedingung und damit immer mehr seine Verbreitung im Stettiner Haff.
Es wurden schon Hechte von über 10 kg von uns auf Touren gefangen und die Fischer haben von Zeit zu Zeit noch größere Exemplare in ihren Netze. Das spornt uns immer wieder zu Höchstleistung und das Ausprobieren von neuen Stellen an.
Eine weiter Herausforderung sind die Ostseeschnäpel, Meerforellen und Lachse im Haff. Diese Fischarten stellen selbst für Spezialisten eine Herausforderung dar, denn das Schleppangeln, Trolling ist im Haff ist verboten und die genannten Arten müssen mit der Wurfangel vom Boot gefangen werden, was nicht immer sehr leicht ist. Aber wenn man sich die Fänge der Berufsfischer anschaut, kann man erahnen welches Potenzial da noch steckt.
Auch wenn die Raubfischdichte noch nicht so hoch ist wie in den Boddengewässern rund um Rügen, ein Angeltag auf dem Stettiner Haff ist immer ein besonderes Erlebnis.
